Fast 300 Coaches – günstig abzugeben….

Ein Erfahrungsbericht von Peter Leibold (Mitglied des Vorstands). Aus der Praxis eines fachlich funktionierenden Netzwerkes und was er dabei erlebt, lesen Sie im Folgenden:

Das Wichtigste an einem Versicherungsvertrag sind die Versicherungsbedingungen. Letztlich regelt der Vertrag, unter welchen Voraussetzungen der Versicherer zur Leistung verpflichtet ist. Durch die Arbeit als Versicherungsmakler kann ich die Aussagen in den Vertragswerken beurteilen. Immerhin ein wichtiger Teil meines Berufes.

Zur korrekten Beratung und schließlich Vermittlung eines Versicherungsvertrages gehört aber auch und gerade die Kenntnis des Risikos. An folgenden Beispielen möchte ich kurz aufzeigen, was damit genau gemeint ist.

Versicherung eines Ferrari

Ein langjähriger Kunde ruft an und teilt mir mit, dass er sich einen Ferrari zulegen möchte. Zum Fahrzeug schickt er mir die Daten per Email. Einen Ferrari zu versichern ist sicher nicht Tagesgeschäft – im Grunde aber nur eine Fleißaufgabe. Es mussten einige Telefongespräche geführt werden und ein gutes Angebot lag vor. Ich habe also den Kunden angerufen und ihm die frohe Botschaft mitgeteilt. Worauf der Kunde meinte: „Ich habe mir ein Pferd gekauft“. Ich dachte natürlich, er meint immer noch den Ferrari. „Nein, Herr Leibold, ich meine ein richtiges Pferd. Das muss auf jeden Fall krankenversichert werden, vielleicht gegen den Todesfall, und wie ist das mit den Reitern“?

Korrekte Antwort: „Keine Ahnung“.

Ich kenne natürlich einige Anbieter, die auf diesem Feld absolute Spezialisten sind. Ich kann auch die Versicherungsbedingungen lesen und verstehen. Ich kann aber nicht beurteilen, ob die Versicherungsbedingungen die wirklichen Risiken abdecken.

Ich habe von Pferden keine Ahnung. Ich weiß bspw. nicht:

  • wie oft Pferde an welcher Krankheit erkranken
  • wie langwierig eine Erkrankung ist
  • wie hoch die Kosten für den Tierarzt sind
  • nach welchem Gebührenmodell der Tierarzt abrechnet
  • welche Haftungssituationen sich durch das Pferd, den Reiter ergeben könnten
  • usw….

Wenn mir diese Informationen zum Risiko fehlen, woher soll ich dann wissen, ob der Versicherungsschutz abdeckt, was gewünscht ist (der Kunde weiß es in der Regel auch nicht) und ob die versicherten Summen ausreichend sind?

Was wäre für Sie ein Grund, dass Sie Mitglied beim IGVM werden?

Korrekte Antwort: Ich kann es nicht.

Um meinem Kunden dennoch zu helfen, bediene ich mich meines Netzwerks. Netzwerk bedeutet einfach – man kennt sich unter den Kollegen, meist seit vielen Jahren, und weiß natürlich auch, wo die Spezialgebiete liegen. In meinem Fall werde ich immer mal wieder von Kollegen hinzugezogen, wenn es um das Thema gewerbliche Versicherung geht.

Für die Absicherung des Pferdes habe ich einen versierten Kollegen und Mitglied in der IGVM e.V. angerufen und ihm die Situation entsprechend geschildert. Innerhalb kürzester Zeit hatte mein Kunde seinen Versicherungsschutz. Und wie das unter Kollegen üblich ist, wurde ich über alle Schritte informiert.

Mein Kunde war begeistert. Er hatte verstanden, dass er bei mir gut aufgehoben ist. Auch bei Themen, von den denen ich dann doch etwas weniger weiß.

Netzwerken innerhalb der IGVM e.V.

Warum das Rad neu erfinden. Es gibt in unserem Markt einige Risiken, die sind so speziell und erfordern ein hohes Maß an know how, nicht nur im Versicherungsbereich, dass einige Maklerkollegen genau diese Nische bedienen. Wenn ein Versicherungsmakler zum Großteil nur ein spezielles Risiko bedient, hat das für alle Beteiligten Vorteile. Der Kunde hat einen Ansprechpartner, der voll im Thema ist, alle Risiken kennt und entsprechend beurteilen kann. Der Versicherungsmakler wird aufgrund des Volumens, mit den Anbietern Vereinbarungen über den Versicherungsschutz treffen, welche in den Standardangeboten nicht oder nur limitiert angeboten werden.

Im Grunde ist es ganz einfach.

Meine Aufgabe ist es meinem Kunden den bestmöglichen Versicherungsschutz zu besorgen. Dies ist zumindest mein Anspruch an meine Dienstleistung. Das kann eben auch bedeuten, dass ein Kollege den Versicherungsschutz vermittelt oder mich auf Risiken hinweist, die ich selbst übersehe.

Über die Mitgliedschaft der IGVM habe ich Zugriff auf das Know How von fast 300 Kollegen – telefonisch, persönlich oder über das interne Forum. Unsere Mitglieder sind im Markt anerkannte Spezialisten – nicht nur in Ihren jeweiligen Bereichen.

In den nächsten Wochen und Monaten werde ich Ihnen diese Unternehmen und die Menschen dahinter vorstellen. Wenn Sie mögen treffen Sie diese Menschen auf den Weiterbildungstagen der IGVM. Ich kann Ihnen diesen Schritt nur ans Herz legen. Über die Jahre sind hier tatsächlich Freundschaften entstanden.

Es ist meines Erachtens vermessen zu behaupten, dass ein Versicherungsmakler in allen Bereichen die Details kennt. Ein Versicherungsmakler, der seinen Job versteht, weiß, dass er manchmal Kollegen benötigt um nachzufragen, sich auszutauschen, Verträge zu vermitteln.

Bitte nicht vergessen!

Alle Versicherungsmakler sind nur und ausschließlich ihren Mandanten verpflichtet. Zu dieser Verpflichtung gehört auch, sich als Makler einzugestehen, wo die eigenen Grenzen sind.

Peter Leibold

Peter Leibold

Mitglied des Vorstands

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